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Der zehnjährige Jan Klaas war für sein Alter sehr neugierig. Von seinen Schulkameraden hat er einmal von einem Jungen gehört, der einem Mädchen den Hof machte. Nun fragte er sich, wie man denn so etwas anfängt. Deshalb fragte er seine Mutter. Anstatt es ihm aber richtig zu erklären, schlug sie vor, sich hinter dem Vorhang zu verstecken, da seine Bruder Rene Besuch von seiner Freundin Naddel erwartete. Am nächsten Morgen fragt ihn die Mutter, was er denn gelernt hätte.

Zur Antwort bekam sie folgendes: „Rene und Naddel haben eine ganze Weile dagesessen und geplaudert. Aber dann hat Rene fast das ganze Licht ausgemacht und die beiden fingen an, sich zu umarmen und zu küssen. Ich glaube Naddel ist es schlecht geworden, denn Rene fuhr ihr mit der Hand unter ihre Bluse, um nach ihrem Herzen zu fühlen, genauso wie es der Onkel Doktor immer macht. Er war aber nicht so gut wie der Onkel Doktor, denn er hatte Schwierigkeiten das Herz zu finden und fummelte eine ganze Weile herum.

Ich glaube, dann ist ihm auch schlecht geworden, denn beide fingen plötzlich an, furchtbar zu stöhnen und zu seufzen. Da sie nicht länger sitzen konnten, legten sie sich aufs Sofa. Dann bekam sie Fieber. Ich weiß es ganz genau, denn sie sagte, sie wäre unheimlich heiß, und dann fand ich heraus, warum den beiden so schlecht war! Ein großer Aal muß in Renes Hose gekrochen sein. Er sprang heraus und stand fast senkrecht in die Höhe. Er war mindestens 20 Zentimeter lang.

Jedenfalls hat Rene ihn gepackt, damit er nicht fort konnte. Als Naddel den Aal sah, bekam sie Angst. Ihre Augen wurden ganz groß, ihr Mund stand weit offen und sie rief den lieben Gott. Sie sagte, daß dies der größte sei, den sie je gesehen hätte. Wenn sie wüßte, daß es unten im See noch viel größere gibt!!! Jedenfalls war Naddel sehr mutig und versuchte den Aal zu töten, indem sie ihm in den Kopf biß. Plötzlich machte Naddel ein komisches Geräusch und ließ ihn los. Ich glaube, daß der Aal zurückgebissen hatte. Dann schnappte Naddel ihn und hielt ihn ganz fest, während Rene eine Art Muschel aus der Tasche holte. Diese stülpte er dem Aal dann über den Kopf, damit er nicht mehr beißen konnte. Naddel legte sich auf den Rücken und spreizte die Beine, und Rene legte sich auf sie. Anscheinend wollten sie den Aal zwischen sich zerquetschen, aber er kämpfte wie ein Verrückter, und Rene und Naddel ächzten und stöhnten. Sie kämpften so hart, daß beinahe das Sofa umgefallen wäre. Nach einer langen Zeit lagen dann beide still auf dem Sofa. Rene stand auf, und siehe da, der Aal war tot. Ich weiß das ganz genau, denn er hing so lasch da, und die Innereien hingen heraus. Naddel und Rene waren zwar müde, doch sie küßten und umarmten sich trotzdem.

Doch dann kam der große Schock! Der Aal war nicht tot, er lebte noch! Er sprang hoch und fing wieder an, zu kämpfen. Ich glaube, Aale sind wie Katzen: sie haben neun Leben. Diesmal sprang Naddel auf den Aal und versuchte, ihn zu töten, indem sie sich auf ihn setzte. Nach einem 35-minütigen Kampf war er endlich tot, denn Rene zog ihm das Fell über die Ohren und spülte es im Klo herunter.“

Viel Spaß beim Aale töten

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